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Trauerbewältigung bei Partnerverlust

„Bedenket: Den eigenen Tod, den stirbt man nur. Doch mit dem Tod der anderen muss man leben.“

Wir alle müssen irgendwann den Tod eines uns nahe stehenden Menschen erleiden. Und wir reagieren hierauf auf ganz unterschiedliche Weise. Nach dem ersten Schock holt einen die Realität mit unvermittelter Härte wieder ein. Die Emotionen schwanken von Wut, Verzweiflung, Enttäuschung, Scham, Angst, Sinn- und Hoffnungslosigkeit und vielem mehr. Die Trauerreaktionen sind so individuell wie jeder einzelne Mensch.

In unserer Gesellschaft ist jedoch leider wenig Platz für Trauer. Schon nach kurzer Zeit soll man wieder funktionieren, soll der Alltag wieder einkehren. Man soll wieder so sein wie vorher. Trauer, Leid und Schmerz werden verleugnet oder von den Betroffenen unter großer Kraftanstrengung verdrängt. Die Zeit zum Trauern ist allerdings wichtig, aber nur die wenigsten nehmen sich Zeit oder geben sich selbst die Erlaubnis zum Trauern.
Trauer ist ein starkes und tiefes Gefühl, keine Krankheit. Unterdrückte Trauer führt erfahrungsgemäß allerdings zu psychosomatischen wie seelischen und körperlichen Erkrankungen. Viele Krankheiten entstehen letztendlich durch großen seelischen Schmerz, unerledigte Trauer und die Unfähigkeit, wertvolle Lebenssituationen oder Menschen wirklich „loszulassen“.

Trauer ist eine natürliche Antwort unseres Körpers, um tiefe Verluste aufzuarbeiten und unser seelisches und körperliches Gleichgewicht wieder zu finden. Verlust und Abschied bedeutet immer auch Veränderung, die Betroffenen müssen sich auf neue Lebensbedingungen einstellen. Die neue Situation fordert neue Fähigkeiten und Stärken, obwohl die Situation zuallererst geprägt ist von Schock, Starrheit und dem Wunsch, Gewohntes beizubehalten.
Hier will und kann die Trauerbegleitung unterstützen und beistehen. Sie hilft den Verlust zu begreifen, Vergangenes loszulassen und sich neu zu orientieren, ohne den geliebten Menschen zu vergessen.

Neben einer intensiven und umfangreichen indikationsgerechten medizinischen und physikalischen Betreuung bieten wir in dieser Schwerpunktkur vor allem folgende Programmelemente für Mütter/Väter

  • Begleitung der Patienten/innen durch unsere Diplom-PsychologInnen in psychologischen Gruppen- und Einzelgesprächen ein Stück auf dem Weg durch ihre Trauer
  • Aufzeigen von Wegen, ihre eigenen Gefühle und Verhaltensweisen besser zu verstehen und mit dem Verlust zu leben.
  • Zusätzlich zu den psychologischen Gruppenterminen und Einzelgesprächen haben die Patienten die Möglichkeit, sich auch außerhalb der Therapiezeiten zu Gesprächen zu treffen.

Für die Kinder bieten wir spielpädagogische Betreuung in den jeweiligen Kindergruppen sowie Entspannungsübungen (altersabhängig) an.
Sportliche und kreative Aktivitäten sowie Spaziergänge durch die unberührte Natur des Bayerischen Waldes vertiefen und unterstützen die therapeutischen Prozesse. Die professionelle Kinderbetreuung bietet den Patienten die Möglichkeit, sich ungestört und vertieft auf den Trauerprozess einzulassen.

Ziel unserer Ärzte, Physiotherapeuten und vor allem Psychologen ist es, den Patienten zu unterstützen ihre konkrete Lebenssituation anzunehmen und neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Durch Schaffung von Rahmenbedingungen und Bereitstellung begleitender therapeutischer Maßnahmen wollen wir eine gesunde und selbstbestimmte Trauer ermöglichen.

Diese Schwerpunktkur ist ausschließlich auf die Trauerbewältigung von Erwachsenen ausgerichtet.Nach einem aktuellen Verlust empfehlen wir eine Teilnahme an der Schwerpunktkur erst nach 4-6 Monaten.

Termin 2010:
28.04.2010 – 19.05.2010

Mindestteilnehmerzahl: 8


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Reha-Klinik Am Kurpark & Haus Sonnenblick
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94481 Grafenau

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Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

                                                                                                     Laotse


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