Jährlich erkranken in Deutschland etwa 1.800 Kinder bis zu ihrem 15. Lebensjahr an Krebs. Die Erkrankung des Kindes bedeutet für die ganze Familie eine extreme Belastung, auch wenn betroffene Eltern heute mit viel Optimismus in die Zukunft sehen können.
Im interfamiliären System kann die Erkrankung eines Kindes gravierende Folgen für das Zusammenleben haben. Auch die Partnerschaft der Eltern ist extrem belastet. Geschwisterkinder müssen auf die Zuwendung des, das kranke Kind begleitenden, Elternteils verzichten. Dadurch sind häufig Entwicklungsstörungen im weitesten Sinne zu erwarten. Störungen im Sozialverhalten und Leistungsabfall im schulischen Bereich bei großen Geschwisterkindern sowie eine Regression in frühere Entwicklungsstrategien bei kleineren Kindern werden oft beobachtet.
Im Zentrum des Konzeptes steht somit die Therapie/Betreuung der Mutter/des Vaters nach abgeschlossener onkologischer Betreuung des erkrankten Kindes.
Wir richten unsere Bemühungen darauf, unseren Beistand und unsere Hilfe Familien zu geben, in denen ein Kind an Krebs erkrankt war. Unsere Aufgabe soll nicht primär nur die Begleitung des ehemals krebskranken Kindes sein, sondern im Vordergrund die Betreuung der Eltern und Geschwister, also eine Bearbeitung der interfamiliären Problematik in hauptsächlich beratender Funktion als Sekundärprävention.
Das Ziel ist dabei, den Eltern Bewältigungsstrategien zur Verbesserung ihrer Lebensqualität zu vermitteln. Es sollte die Möglichkeit einer wiedergewonnenen Perspektive aufgezeigt werden. Die intensive familiäre Beziehungsgestaltung steht im Fokus unserer Bemühung.
Das Konzept der dreiwöchigen Präventionsmaßnahme beinhaltet folgende psychosoziale Therapieziele:
- psychische Stabilisierung des kranken Kindes entsprechend seines Alters
- psychologische Begleitung und Stabilisierung der Eltern und Geschwister des erkrankten Kindes
- Stärkung des interfamiliären Systems, hinsichtlich der Kommunikation und Interaktion
- Erarbeitung von Bewältigungsstrategien und Stärkung vorhandener Potentiale
- Psychosoziale Entspannung
Die Nachhaltigkeit der genannten Ziele wird durch medizinische Maßnahmen, physikalische Therapie, psychologische Begleitung, Ernährungsberatung sowie eine intensive und anleitende Freizeitgestaltung gewährleistet. Diese Maßnahmen beinhalten sowohl die Verbesserung der Anpassungsfähigkeit des vegetativen Nervensystems und die Verbesserung der körperlichen Kondition als auch die Vermittlung einer gesunden Lebensweise, mit dem Ziel der Elimination von Risikofaktoren, wie z. B. Bewegungsmangel, Stoffwechselerkrankungen etc.
Termine 2012:
15.02.2012 – 07.03.2012
07.03.2012 – 28.03.2012
26.09.2012 – 17.10.2012
28.11.2012 – 19.12.2012
Mindestteilnehmerzahl: 8
Das Konzept zu dieser Schwerpunktkur können Sie HIER downloaden.