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Einmal im Jahr Blumen und Dankeschön - das reicht nicht aus!

Alle Jahre kehrt er wieder, der Muttertag und mit ihm die Zeit, Danke zu sagen – von ganzem Herzen. Es ist der Tag der Glücksmomente, der selbst gemalten Bilder und der Pralinen. Mütter bekommen vom Nachwuchs Besonderes bereitet, doch die restlichen 364 Tage steht wieder die Normalität auf der Tagesordnung: Für Mütter bedeutet es 24/7 für die Familie da zu sein und das bei mäßigem Dank und Respekt.

Mütter müssen mehr als nur einmal im Jahr gewürdigt werden

Ist der Muttertag, der in diesem Jahr am Sonntag, 8. Mai gefeiert wird, denn noch zeitgemäß, muss nicht auch der Alltag der Mamas ein Plus an Wertschätzung durch aktive Unterstützung und mögliche Freiräume erfahren? 
"Selbstverständlich sollen Mütter mit einem Gedenktag gewürdigt werden", bekräftigt Nadine Espey, Vorstandsvorsitzende des Mutter-Kind-Hilfswerkes e.V. in Passau, "doch was bewirkt diese Lippenbekenntniss einmal im Jahr, wenn die Hauptlast des Alltags nach wie vor auf den Schultern der Mütter liegt. Hier muss unsere Gesellschaft ganz dringend umdenken und der veränderten Rolle der Mütter gerecht werden. Denn Mütter müssen ständig alle Bälle in der Luft halten: als Arbeitnehmerin, Unternehmerin, Lehrerin, Freizeitangestellte, Hausfrau, Hauskeeping-Verantwortliche und auch Zuständige für die Carearbeit im weiteren Familien- und Bekanntenkreis. Hier muss dringend aktive Entlastung stattfinden!"

Das Bild der Mutter steht im Gegensatz zu dem der Frau

Ganz klar, das Rollenbild der Frau und Mutter muss hinterfragt, neu definiert und reformiert werden. Einerseits haben sich Frauen in den letzten Jahrzehnten ein von steigender Gleichberechtigung geprägtes Frauenbild erkämpft. Doch die Rolle der Mutter ist unverändert geblieben und widerspricht dem "modernen" Frauenbild diametral. Klar ist, ein Paar führt eine gleichberechtigte Beziehung und sobald ein Kind geboren wird, fällt es in das klischeehafte Rollenbild zurück, das vor 50 Jahren galt. Das Leben der Frauen - und es sind in der Regel die Frauen – verändert sich grundlegend. Wenngleich in 2020 bereits 25 Prozent der Elterngeldbeziehende männlich waren, nehmen Väter eine deutlich kürzere Elternzeit als Mütter. Durchschnittlich waren dies vor 2 Jahren 14,5 Monate, im Vergleich zu 3,7 Monaten der Väter, wie eine Statista-Studie zeigt.*
Die gerade zu Müttern gewordenen Frauen wollen auch in der neuen Lebensphase mit Kind den Anforderungen der Gesellschaft gerecht werden: nach wie vor jederzeit verfügbar zu sein, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und nebenbei einer Arbeit nachzugehen.
Espey führt weiter aus: "Diesen Spagat zu schaffen, ist eine enorme Herausforderung, der sich Mütter tagtäglich stellen. Im Laufe der Jahre zeigen sich Überforderung, Erschöpfung, Krankheitsbilder manifestieren sich. Hier kann eine Mutter-Kind-Kur als medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme helfen."

*https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/

Krankheitsbilder, bei denen eine Kurmaßnahme angeraten wird sind beispielsweise Erschöpfungszustände, aus denen sich ein Burnout entwickeln kann, Adipositas, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, rheumatische Erkrankungen oder Atemwegsbeschwerden sowie Herz-, Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen.
Auch mütterspezifische Problemkonstellationen spielen eine Rolle, wie etwa: Alleinerziehend zu sein, Erziehungsprobleme zu haben, einen Familienangehörigen zu pflegen oder einen Trauerfall in der Familie zu haben.
Der Haus- oder Facharzt füllt nach einer gründlichen Untersuchung die ihm vorliegenden, notwendigen Verordnungsbögen - für eine Präventionsmaßnahme den Bogen 64 (Teil A+B), für eine Rehabilitation den Verordnungsbogen 61 (Teil B-D) aus. Die entsprechenden Verordnungsbögen für behandlungsbedürftige Kinder liegen dem (Kinder-)Arzt vor. 
Kinder zwischen einem und zwölf Jahren fahren als behandlungsbedürftig oder nicht behandlungsbedürftig mit zur Kur. Während der Anwendungen der Mutter werden sie vor Ort betreut. Sie spielen, basteln und sporteln in altershomogenen Gruppen. Auch eine Hausaufgabenbetreuung für Schulkinder ist möglich.
An dieser Stelle sei, der Vollkommenheit halber erwähnt: Selbstverständlich gibt es auch Vater-Kind-Kuren.

Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme für Mütter, Väter und Kinder richtig beantragen:
Die notwendigen Antragsformulare erhalten Mütter und Väter bei ihrer Krankenkasse oder bei uns direkt zum Download. Der nächste Schritt ist der Gang zum Haus-/Facharzt. Nach einer gründlichen Untersuchung füllt er die notwendigen Verordnungsbögen 61, 64 oder 65 aus. Diese werden dann von dem Elternteil zusammen mit den anderen Antragsformularen bei der Krankenkasse oder bei einer Beratungsstelle wie wir es sind eingereicht. Gern sind wir bei der Beantragung der Kurmaßnahme behilflich!
Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kuren sind gesetzliche Pflichtleistungen, die gesetzliche Zuzahlung beträgt in der Regel 10,00 €/Tag für Erwachsene. Kinder sind kostenfrei. Eine Befreiung von der gesetzlichen Zuzahlung ist unter Umständen möglich.

Wir freuen uns auf Ihre Rückfragen!

Ihre Nadine Espey
Vorstandsvorsitzende

Mutter-Kind-Hilfswerk e.V.
Dr. Emil-Brichta-Straße 1
94036 Passau
Tel.: 0800 2255100
kurinfo@mutter-kind-hilfswerk.de
www.mutter-kind-hilfswerk.de