Die im Neustifter Kloster der Benediktinerinnen der Anbetung ansässige und aus Hutthurm stammende Schwester Helene Binder wird dem Mutter-Kind-Hilfswerk e.V. mit ihrer Energie, ihrem Engagement und ihrem Können als Ratgeberin und Fürsprecherin zur Seite stehen.
Die Vorstandsvorsitzende erläuterte die Hauptaufgabe des Mutter-Kind-Hilfswerkes und schickte voraus, dass das Wichtigste im Leben die Familie und das Wohlbefinden aller Familienmitglieder sei. Im Mittelpunkt der gemeinnützigen Arbeit des Mutter-Kind-Hilfswerkes e.V. steht deshalb die Gesundheit von Müttern, Vätern und ihren Kindern.
Eine Mutter-Kind bzw. Vater-Kind-Kur könne für Mütter und Väter, die in der Erziehungsveranwortung stehen, eine Lösung sein. In der stationären Kurmaßnahme erfolgt neben der medizinisch-therapeutischen Behandlung auch eine psychologische Betreuung. Spezielle Gesprächs- und Therapieangebote stehen ebenso wie Bewegung und Sport auf dem Therapieplan, sagte Nadine Espey. Diese besondere Kurmaßnahme soll auch mit neuem Lebensmut versehen und Lösungsansätze für die Zukunft aufzeigen, die den Alltag leichter meistern lassen und die Grundlage für ein neues, gesünderes, strukturierteres Leben mit den Lieben sein.
Für dieses Ziel arbeitet der Mutter-Kind-Hilfswerk e.V., als Beratungsstelle, tagtäglich für Mütter, Väter und deren Kinder, für die eine Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme eine Hilfestellung sein kann: engagiert, kompetent und kostenfrei.
Die Vorstandsvorsitzende wies darauf hin, dass in Zeiten der großen deutschen Gesundheitsreformen auch dringend notwendige Aufklärungs- und Informations-Kampagnen realisiert werden konnten, da einschneidende Sparmaßnahmen im Kurwesen für große Verunsicherung unter den betroffenen Müttern sorgten. Wie dringend der Wunsch nach Aufklärung und Beratung rund um das Thema Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kuren war und wie groß das Bedürfnis der Mütter/Väter nach qualifizierter Hilfestellung bei der Beantragung einer Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kurmaßnahme gewesen ist, zeigte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hilfswerkes, wie notwendig ihre Arbeit war.
Nadine Espey stellte heraus, dass sich im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte das Engagement über die reine finanzielle Hilfestellung zur Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kur ausgeweitet hat, weil bereits in den ersten Jahren sehr schnell klar wurde, dass der Schwerpunkt der Arbeit neben der allgemeinen Information über Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kuren vor allem auf der Beratung und kostenfreien Abwicklung der Beantragung von Kurmaßnahmen liegen muss.
Nadine Espey hob hervor, dass sich auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Unterstützung der Generalproirin Schwester Helene Binder riesig freuen.
Als Mitglied des Präsidiums wies Bezirksrat a.D. Horst Wipplinger darauf hin, dass der Mutter-Kind-Hilfswerk vor über 30 Jahren in Neuhaus am Inn gegründet wurde. In der täglichen Arbeit fiel den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kliniken auf, wie Mütter/Väter mit gravierenden Problemen konfrontiert wurden. Oft konnten sie sich eine Kur nicht leisten oder die Unkostenbeiträge für verschiedene Angebote während der Kur nicht aufbringen. Und gerade diese mehrfachbelasteten Mütter hatten eine Mutter-Kind-Kur ja so dringend nötig. Um hier konkrete Lösungen schaffen zu können, schnelle und unbürokratische Hilfe leisten zu können, wurde der Mutter-Kind-Hilfswerk e.V. aus der Taufe gehoben und am 7. Februar 1994 schließlich gegründet. Erste Aufgabe des neu gegründeten Hilfswerkes war es nun, Mütter mit geringem Einkommen oder in Notlagen finanziell zu unterstützen, damit auch sie in den Genuss einer Mutter-Kind-Kur kommen konnten, sagte Gründungsmitglied Horst Wipplinger. Seit 1996 ist der Mutter-Kind-Hilfswerk auch Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und somit als gemeinnütziger Verein anerkannt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband gilt als größter Dachverband von Selbsthilfe-Initiativen im Gesundheits- und Sozialbereich.
Generalpriorin Schwester Helene Binder erklärte unter Beifall der Anwesenden, dass sie das Amt als Präsidentin gerne übernehme und ihre Erfahrungen mit einbringen werde. Sie freue sich auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle von Eltern und Kinder.
Weitere Informationen finden Sie unter www.mutter-kind-hilfswerk.de.


